Motor winterfest machen: Checkliste für Einbaudiesel und Außenborder
Ein paar Stunden Arbeit im Herbst können Ihnen im Frühjahr eine teure Reparatur ersparen. Ein richtig eingewinterter Motor ist vor Korrosion, Frost und gealtertem Kraftstoff geschützt. Das genaue Vorgehen hängt vom Modell ab, halten Sie sich daher immer an das Handbuch des Herstellers; die folgende Checkliste fasst die allgemein üblichen Schritte zusammen.
Wechseln Sie Motoröl und Ölfilter vor dem Winterlager, nicht erst im Frühjahr. Altöl enthält Säuren und Verbrennungsrückstände, die in monatelanger Standzeit die Innenteile angreifen können. Lassen Sie den Motor vorher warmlaufen, damit das alte Öl vollständiger abläuft. Bei der Gelegenheit sollten Sie auch die Kraftstofffilter tauschen und den Luftfilter prüfen.
Das Kühlsystem braucht Frostschutz. Bei Motoren mit geschlossenem Frischwasserkreislauf prüfen Sie die Frostschutzkonzentration und erneuern bei Bedarf das Kühlmittel. Der Seewasserkreislauf wird meist mit Süßwasser gespült und dann mit einem geeigneten Frostschutzgemisch gefüllt oder entleert, je nach Handbuch. Bauen Sie den Impeller über den Winter aus oder prüfen Sie ihn zumindest: Ein Gummi-Impeller, der monatelang eingebaut bleibt, kann sich verformen, und ein verschlissener Impeller ist eine häufige Ursache für Überhitzung.
Lassen Sie den Tank nicht monatelang halb leer: Darin bildet sich Kondenswasser, und Wasser im Diesel begünstigt Mikrobenbefall, die sogenannte Dieselpest. Viele Eigner tanken fast voll, geben einen Kraftstoffstabilisator hinzu und lassen den Motor kurz laufen, damit der behandelte Kraftstoff das ganze System erreicht. Bei Benzin-Außenbordern folgen Sie den Herstellerangaben zu Stabilisator oder Leerfahren des Vergasers.
Beim Außenborder wechseln Sie das Getriebeöl im Unterwasserteil. Ist das alte Öl milchig, ist Wasser eingedrungen, und die Dichtungen sollten geprüft werden. Spülen Sie die Kühlkanäle mit Süßwasser, schmieren Sie die Schmiernippel ab und lagern Sie den Motor aufrecht.
Batterien verlieren in der Kälte Ladung. Laden Sie sie vollständig und klemmen Sie sie ab, oder nehmen Sie sie mit nach Hause und halten Sie sie mit einem geeigneten Erhaltungsladegerät geladen. Reinigen Sie dabei auch die Pole.
Wenn Sie bei einem Schritt unsicher sind, überlassen Sie die Arbeit einem qualifizierten Bootsmotoren-Service, am besten einem, der Ihre Marke kennt. Motorservices und Werften in der Nähe Ihrer Marina finden Sie im NautMap-Katalog.